Schweiz ist führend in der Akkumulatorentechnologie

Das auf anorganische Akkumulatorentechnologie spezialisierte Schweizer Unternehmen Innolith arbeitet an der Entwicklung eines 1000 Wh/kg Akku. Dies würde massive Spannweiten mit einer einzigen Akkuladung ermöglichen.

Text: transport-CH / Foto: Innolith

Die Frage, ob sich die Elektromobilität langfristig durchsetzen wird oder ob sie eine Randnotiz der Geschichte bleibt, wird stark von der Akkumulatorentechnologie abhängen. Obwohl Elektrofahrzeuge schon zu Beginn des «automobilen Zeitalters» entwickelt wurden, setzten sich im 20. Jahrhundert schliesslich die «fossilen Antriebstechnologien» durch. Letzteres ist wahrscheinlich nicht nur mit den Interessen der Vereinigten Staaten als Ölnation verbunden. Ab einem bestimmten Zeitpunkt haben sich Diesel- und Benzinmotoren aufgrund der Reichweitenprobleme von mit Batterien (Akkus) ausgestatteten Elektrofahrzeugen als alltagstauglicher erwiesen. Bisher jedenfalls.

Durchbruch für die Akkumulatorentechnologie

In den letzten zehn Jahren scheint die Entwicklung der Akku-Technologie jedoch dank der Elektromobilität eine neue Dynamik gewonnen zu haben, Die Schweiz spielt dabei eine führende Rolle in Forschung und Produktion. Die beiden Schweizer Hersteller, die Swatch-Tochter Belenos und Leclanché, gehören zu den Hauptakteuren der Cleantech-Industrie. Sie sind weltweit führend und zeigen klangvolle Namen an: Die Familie Hayek, die Eigentümerin der Swatch-Gruppe, ebenso bei Belenos im Boot wie Claude Nicollier. Und der amerikanische Schauspieler George Clooney ist ebenfalls Mitglied des Board of Directors.

Innolith Energy Batterie mit Reichweiten- und Kostenvorteilen

Darüber hinaus macht sich auch das Schweizer Unternehmen Innolith international einen Namen. Das Unternehmen gab kürzlich bekannt, dass es einen Akku mit einer Energiedichte von 1’000 Wh/kg entwickelt hat. Die Innolith Energy Battery soll eine Reichweite von mehr als 1000 km mit einer einzigen Akkuladung im Pkw-Bereich ermöglichen.

Neben den Vorteilen in Bezug auf Reichweite und Kosten verspricht der Hersteller einen weiteren Vorteil: Die Lithium-Batterie für Elektrofahrzeuge soll nicht brennbar sein. Im Vergleich zu herkömmlichen Akkus, die brennbare organische Elektrolyte enthalten, verwendet die Innolith-Batterie einen nicht brennbaren anorganischen Elektrolyten aus Lithiumchlorid, Aluminiumchlorid und Schwefeldioxid. Die Verfügbarkeit von nicht brennbaren Akkus würde die Hauptursache für Batteriebrände beseitigen.

Innolith plant, mit Akku- und Automobilherstellern Lizenzpartnerschaften für die Pilotproduktion einzugehen. Medienberichten zufolge wird die Entwicklung und Vermarktung voraussichtlich drei bis fünf Jahre dauern.

 

Hinweis: Dieser Artikel basiert unter anderem auf Informationen von: https://www.elektroniknet.de/elektronik-automotive/elektromobilitaet/reichweite-von-1-000-km-mit-nur-einer-batterieladung-164139.html