Pilotbetrieb mit selbstfahrendem Kleinbus

Nun rollt auch in der Stadt Bern der erste selbstfahrende Kleinbus: Vorderhand im Versuchsbetrieb ist das Gefährt in der Matte unterwegs.

Text: transport-CH / Foto: zVg

Der Bund will offensichtlich mit selbstfahrenden Fahrzeugen vorwärts machen: Das zuständige Departement für Umwelt, Verkehr und Energie (UVEK) hat die Bewilligung für den Betrieb des selbstfahrenden Fahrzeugs auf der Strecke in der Berner «Matte» zwischen Bärenpark - Talstation Marzilibahn bis zum 1. Juli 2021 erteilt. Bereits hat der Kleinbus erste Testfahrten gemäss BERNMOBIL erfolgreich absolviert.

«Dieser Versuch wird Hinweise über den Einsatz dieser Technologie im ÖV geben können, aber noch keine hinreichende Grundlage bilden, um über ihren regulären Einsatz entscheiden zu können,» dämpfte zwar Gemeinderätin Ursula Wyss die Erwartungen. Gleichzeitig tönte sie aber auch das Potenzial dieser Technologie an, den Verkehr in Zukunft grundlegend zu verändern. UND BERNMOBIL-Direktor René Schmied betonte: «Die Linie ist ein Versuchsbetrieb, der in erster Linie dazu dient, Erfahrungen im Umgang mit dieser Technologie zu sammeln.»

Mit dem Pilotbetrieb sollen also in erster Linie Erfahrungen gesammelt und festgestellt werden, welchen Einfluss diese Technologie auf Organisation, auf das Personal und sämtliche betrieblichen Arbeitsabläufe hat. Besonders wichtig ist die automatisierte Kommunikation mit der bedienten Leitstelle.

BERNMOBIL führt den zweijährigen Pilotbetrieb gemeinsam mit den Projektpartnern Migros Aare, Stadt Bern sowie ewb durch.

Eine Investition in die Zukunft

Das automatisierte Fahren wird in der Zukunft zu Veränderungen des ÖV und der Transportunternehmen führen. Daher ist ein frühzeitiges Kennenlernen dieser Technologien und der damit verbundenen Auswirkungen auf das Unternehmen wichtig.