strasse schweiz verlangt mehr Tempo beim Strassenbau

In der Schweiz werden drei Viertel des Verkehrs über die Strasse abgewi-ckelt. Die häufig überlasteten Strassen sind das Rückgrat der Verkehrsinfrastruktur. Nach Prognosen des Bundes wird bis ins Jahr 2040 das grösste Verkehrswachstum auf den Stras-sen stattfinden. Eine schnellere Umsetzung der Strassenbauprojekte auf den Nationalstras-sen und in den Agglomerationen ist dringend.

Text: strasse schweiz / Photo: transport-CH

In seiner Eröffnungsrede zog der Präsident, Urs Wernli, Bilanz über die künftigen Herausforderun-gen: «Nun muss in den nächsten Jahren dringend der notwendige Ausbau der Strasseninfrastruk-turen geplant - und noch viel dringender - vor allem umgesetzt werden.» Die Wachstumsprognosen für den Verkehr lassen daran keine Zweifel offen, gemäss Zahlen des Bundes muss die Strasse bis 2040 das grösste Verkehrswachstum bewältigen. Eine rasche Kapazitätsanpassung ist daher unab-dinglich, um in den kommenden 20 Jahren eine erhebliche Verschärfung der Stauproblematik zu verhindern. Auf regionaler Ebene stossen Strassenbauprojekte vermehrt auf Widerstand, während der Verkehrsfluss auf den grossen städtischen Achsen zunehmend behindert wird. Es müssen Lö-sungen gefunden werden, um die Umsetzungsfristen zu verbessern und unnötige Verkehrsbehin-derungen zu verhindern.

Der Geschäftsführer, Olivier Fantino, hat seinerseits hervorgehoben, dass durch den Strassenfonds «NAF» finanzierte Projekte für den motorisierten Individualverkehr (MIV) in den Agglomerationen untervertreten sind: der MIV macht rund 60% des Verkehrs in der Stadt aus, profitiert aber nur von 20% der Finanzierungen – die restlichen 80% werden in andere Verkehrsträger oder in Stadtpla-nungsmassnahmen investiert. Der Verkehrsfluss muss bei der Auswahl und der Priorisierung der Projekte besser berücksichtigt werden. Es macht keinen Sinn, Milliarden von Franken zu investieren, wenn der Verkehr auf den städtischen Verkehrsachsen künstlich verlangsamt wird.

François Launaz, Präsident auto-schweiz, wurde zum Präsidenten von strasseschweiz gewählt, und tritt damit die Nachfolge von Urs Wernli an. Launaz bekräftigte sein Anliegen, die Dachorganisation weiter zu stärken und sich im Dienst der Mitglieder den künftigen Herausforderungen zu stellen.