Alternative Antriebe im Kommen

Langsam machen sich auch im Transportsektor die alternativen Antriebe mit spannenden Lösungsansätzen bemerkbar. Wer sein Tagesgeschäft auf Kurzstrecken bewältigt, findet heute viele sinnvolle Lösungen. Und für die Langstrecken zeichnen sich ebenfalls Lösungen ab. Hier ist die Entwicklung in vollem Gange.

Text: Erwin Kartnaller / Foto: zVg

Elektro, Hybrid, Erd- oder Flüssiggas, Brennstoffzelle – der Markt leichter Nutzfahrzeuge ist in Bewegung geraten. Die Entwicklung macht auch hier nicht halt. Was den vollelektrischen Betrieb von Transportfahrzeugen angeht, betonen die Hersteller zwar immer, dass mit Reichweiten von knapp 100 bis 275 km, je nach Gewichtsklasse, ausschliesslich der Einsatz im urbanen Verteilungsverkehr respektive auf der letzten Meile hierfür prädestiniert sei. Ford geniesst im Moment so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal im Markt der leichten Nutzfahrzeuge, wenn es die Lancierung von Hybridfahrzeugen im Transportersektor ankündigt.

Es macht durchaus Sinn

Wer sein Tagesgeschäft auf Kurzstrecken bewältigt, findet heute in der Tat sinnvolle Lösungen. Die Fragen des Fahrzeugeinsatzes wie auch der Ladeinfrastruktur müssen natürlich völlig neu aufgesetzt und gewichtet werden. Im Weiteren gilt es die Fahrzeugkosten abzuwägen, insbesondere auch im Hinblick auf die zu erwartenden Restwerte. Dies wiederum vor dem Hintergrund, dass der Unterhalt erhebliche Einsparungen verspricht. Der Betrieb eines e-Fahrzeugs sendet, last but not least, auch Signale im Geiste des «Green-Marketings» aus, was dem Image einer Firma durchaus zuträglich sein kann. Auch dies gehört zur eVOLUTION bei den Nutzfahrzeugen.

Lösungen für mehr Reichweite

Da Nutzfahrzeuge nicht zum Vergnügen bewegt werden, sondern einem wirtschaftlichen Nutzen dienen müssen, lässt sich ihr Einsatz halt in vielen Fällen nicht mit vollelektrischen Lösungen abdecken. Doch auch hier zeichnen sich Lösungen ab, mal davon abgesehen, dass der Diesel längst nicht so schlecht ist wie – zurzeit – sein Ruf. Erd- oder Flüssiggas sind zwar bei verschiedenen Herstellern schon lange als Antriebsform im Angebot. Ihre Vorteile des geringeren CO2-Ausstosses und günstigerer Treibstoffkosten kämpfen aber nach wie vor um Anerkennung – zu Unrecht.

Gerade im Transportsektor wird aber auch die Brennstoffzelle als nachhaltige Lösung gehandelt und mittlerweile auch konkret vorangetrieben. Der Erfolg dieser verheissungsvollen Technologie hängt aber am Schluss ganz stark mit der Versorgungssicherheit zusammen. Daher ist in diesem Sektor nicht so schnell mit einem richtungsweisenden Durchbruch zu rechnen. Trotzdem: Der Förderverein H2-Mobilität Schweiz, dem namhafte Firmen angehören, hat sich zum Ziel gesetzt, bis in fünf Jahren eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen.

Fazit: Es bleibt spannend, was den Entscheid zur klugen, nachhaltigen Investition nicht gerade erleichtert, wobei ein Besuch an der transport-CH vom 14. November 2019 bis 17. November in Bern eine wertvolle Entscheidungshilfe bieten kann.